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10/2015
EnergieBonusBayern

Willkommen auf der Internetseite des Bayerischen Förderprogramms für innovative Gebäude und Heizsysteme in Bayern.

Das Programm unterstützt einerseits private Bauherren und Gebäudeeigentümer, die in zukunftsfähige Gebäude investieren wollen und damit das Energiesystem der Zukunft umsetzen. Andererseits richtet es sich an diejenigen, die ihre alte, ineffiziente Heizungsanlage vorzeitig austauschen und damit sowohl ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten als auch Heizkosten einsparen wollen.

Das 10.000-Häuser-Programm besteht aus den zwei Teilen "EnergieSystemHaus" und "Heizungstausch". Mit der Entscheidung für einen der beiden Programmteile können Eigentümer von selbstbewohnten Ein- und Zweifamilienhäusern (einschließlich Reihenhäusern) in Bayern den "EnergieBonusBayern“ erhalten. Der Bonus wird als Zuschuss in Höhe von 1.000 bis zu 18.000 Euro gewährt und ist mit den Programmen des Bundes (KfW, BAFA) grundsätzlich kombinierbar.

Anträge sind ab sofort möglich:
Antrag für Heizungstausch
Antrag für EnergieSystemHaus

Zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits begonnene oder schon abgeschlossene Projekte sind nicht förderfähig. Als Maßnahmenbeginn zählt der Abschluss eines projektbezogenen Liefer- oder Leistungsvertrags (z. B. Beauftragung der Bauarbeiten; Kaufvertrag eines Fertighauses). Vorbereitende Beratungs- oder Planungsleistungen zählen nicht dazu.

Die Förderbedingungen und technischen Anforderungen finden Sie unten bei Links und Downloads.

Sie haben Fragen? Bitte sehen Sie hier nach, ob Ihre Frage bereits beantwortet ist:
Liste der häufigen Fragen

Bei Fragen, die Sie in der Liste nicht finden, wenden Sie sich bitte an BAYERN | DIREKT, die Servicestelle der Bayerischen Staatsregierung:
per E-Mail: direkt(at)bayern.de
per Telefon: 089 / 12 222 15

Innenleben eines BHKW (Quelle: Energie-Atlas Bayern)

Programmteil Heizungstausch

  • Wenn Sie Ihren 25 - 30 Jahre alten bestehenden Heizkessel durch eine moderne und energiesparende Heizanlage ersetzen möchten, finden Sie hier nähere Informationen.
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Passivhaus (Quelle: Energie-Atlas Bayern)

Programmteil Energiesystemhaus

  • Wenn Sie Ihren Altbau energetisch sanieren oder einen energieeffizienten Neubau errichten und dabei moderne und innovative Heiz-/Speicher-Systeme mit intelligenter Steuerung nutzen möchten, sind Sie hier richtig.
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Links und Downloads

Allgemeine Informationen
Energie-Atlas Bayern:
Häufig gestellte Fragen zum Förderprogramm

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi):
Faltblatt "10.000-Häuser-Programm - EnergieBonusBayern"
Broschüre "10.000-Häuser-Programm - EnergieBonusBayern"

Förderrichtlinien und Technische Merkblätter
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi):
Richtlinien zum 10.000-Häuser-Programm

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

09/2015
Neue Heizungen: Effizienter - und besser gekennzeichnet

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Heizsaison rückt näher. Passend dazu gilt ab dem 26. September eine neue EU-Richtlinie für die Kennzeichnung und das umweltgerechte Design von neuen Heizungen und Warmwasserbereitern.

EU-Label

Die Darstellung zeigt die Kennzeichnung eines neuen Heizgeräts – angegeben sind die Energieeffizienz, die Geräuschentwicklung und die Nennleistung. © EU-Verordnung

Ein bunter Aufkleber sorgt für Durchblick: Mithilfe des Energieeffizienz-Labels wissen Verbraucherinnen und Verbraucher künftig schnell über die Umwelteigenschaften eines Heizgerätes Bescheid – sie können beim Kauf leichter ein neues, effizientes Produkt auswählen und die unterschiedlichen Technologien vergleichen. Auch auf Herstellerseite bewegt das Label einiges: Denn wenn sich Kaufentscheidungen an den Angaben orientieren, kann es den Wettbewerb um die innovativsten und effizientesten Produkte ankurbeln. Das hilft, die Energieeffizienz in Europa zu steigern.

Ab dem 26. September 2015 wird die bekannte farbige Balkenskala von G bis A++ auf folgenden Neugeräten zur Pflicht:

  • allen Heizgeräten, die Raumwärme für die Zentralheizung erzeugen – zum Beispiel Gaskessel, Wärmepumpen und Blockheizkraftwerke,
  • allen Kombiheizgeräten, die zusätzlich Wasser erwärmen, sowie
  • Warmwasserbereitern, also Durchlauferhitzer und Boiler.
  • Darüber hinaus gilt die neue Kennzeichnungspflicht auch für Warmwasserspeicher mit bis zu 500 Litern Fassungsvermögen.

Auf dem Label sind neben der farbigen Skala zudem noch die Nennleistung bzw. der Energieverbrauch pro Jahr und die Geräuschentwicklung (in Dezibel) genannt.

Ökologisches Design: mehr Effizienz, weniger Lärm

Neben der Kennzeichnungspflicht für mehr Transparenz beim Neugerätekauf treten am 26. September 2015 auch neue Richtlinien für ein verbessertes Ökodesign in Kraft – also die umweltgerechte Produktgestaltung von Heizungen, Warmwasserbereitern und -speichern: So dürfen dann bis auf wenige Ausnahmen nur noch effiziente Brennwertkessel auf den europäischen Markt kommen, bei denen die Abwärme nicht ungenutzt verpufft. Auch Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke und Warmwasserbereiter müssen Mindest-Energieeffizienzanforderungen erfüllen und für Wärmepumpen gelten Lärmstandards. Diese Vorgaben werden schrittweise verschärft. Ab September 2018 kommen darüber hinaus Grenzwerte für die Stickoxid-Emissionen von Heizgeräten und Warmwasserbereitern dazu.

Wärmewende im Kleinen – Wirkung im Großen

Bei 38,2 Millionen Wohnungen, die in Deutschland beheizt werden, können Effizienzsteigerungen bei Heizungen und Warmwasseraufbereitern in der Summe viel bewirken: Die neuen Ökodesign- und Kennzeichnungsverordnungen sollen helfen, so die Erwartung der Europäischen Kommission, 20 Prozent des Primärenergieverbrauchs bis 2020 einzusparen - und damit rund ein Viertel zum EU-2020-Ziel beitragen. Konkret sollen die Verordnungen den jährlichen Energiebedarf von Heizgeräten und Warmwasserbereitern bis 2020 um 25,7 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 2005 senken.

Die neuen Regelungen sind ein Baustein der europäischen "Top-Runner-Strategie" zur Steigerung der Energieeffizienz im Produktbereich: Ökodesign-Richtlinien und Energieverbrauchskennzeichnungs-Richtlinien sollen gezielt Anreize für energieeffizientere Produkte setzen. Bei Waschmaschinen, Kühlschränken, aber auch TV-Geräten, Beleuchtungsmitteln und zuletzt Staubsaugern haben sich die Instrumente europaweit etabliert. Zukünftig soll es Mindestanforderungen an einen niedrigen Energieverbrauch für rund 50 Produktgruppen geben.

Ab 2016: neues Label für alte Kessel

Im August hat die Bundesregierung zudem beschlossen, dass ab 1. Januar 2016 auch bestehende Heizanlagen – also die alten Heizkessel zu Hause im Keller – nach und nach mit dem farbigen Effizienzlabel gekennzeichnet werden sollen. Das gilt für alle Heizungen, die älter als 15 Jahre sind – und damit für einen großen Teil, denn das Durchschnittsalter in deutschen Kellern liegt immerhin bei 17,6 Jahren. Mehr als ein Drittel ist sogar älter als 20 Jahre. Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und Energieberater werden die Aufkleber anbringen, wenn sie die Heizkessel routinemäßig prüfen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel betonte aus diesem Anlass den Mehrwert für Haus- und Wohnungsbesitzer. "Mit dem kostenlosen Effizienzlabel für alte Heizkessel wollen wir die Verbraucherinnen und Verbraucher besser informieren und sie beim Energiesparen unterstützen. Das Label soll ihnen helfen, schnell und leicht verständlich einen Überblick über den Zustand ihres alten Heizkessels zu bekommen", sagte er. Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher den hohen Energieverbrauch ihrer alten Anlage im Keller kennen, erhöht das die Motivation, sich mit dem Kauf einer neuen effizienten Heizung auseinanderzusetzen und die großen Einsparpotenziale in den laufenden Kosten zu entdecken. Wie der Blick auf die Statistiken zum Neubau zeigt, werden heute nicht nur effizientere Kessel installiert, sondern auch andere Technologien genutzt als noch vor zehn Jahren (siehe: direkt erfasst).

 Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

07/2015
Bei Solarenergie liegt Deutschland vorn

Deutschland verfügt über die weltweit größte installierte Kapazität an Solarenergie. Das geht aus den aktuellen "Erneuerbare Energien Kapazitätsstatistiken 2015" der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) hervor.

Deutschlands Anteil an der global installierten Solarenergie-Kapazität liegt bei 21 Prozent, dahinter folgen China mit 16 Prozent und Japan mit 13 Prozent. In absolute Zahlen umgerechnet bedeutet das: Ende 2014 war laut IRENA weltweit eine Kapazität an Solarenergie von 179,6 Gigawatt (GW) aufgebaut, davon in Deutschland 38,2 GW, in China 28,1 GW und in Japan 23,3 GW.

Der kontinuierliche Zubau an Solarenergie-Leistung im Strombereich in Deutschland ist vor allem auf die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurückzuführen. Seit diesem Jahr wird nun bei der Förderung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen ein neuer Weg eingeschlagen. Das EEG 2014 hat die Voraussetzung dafür geschaffen, von administrativ festgelegten auf wettbewerblich ermittelte Fördersätze umzustellen: Neue Photovoltaik-Freiflächenanlagen – also alle ebenerdig installierten Solarmodule, nicht jedoch Anlagen auf Dächern oder an Fassaden – werden nur noch dann nach dem EEG gefördert, wenn die Betreiber erfolgreich an einer Ausschreibung teilgenommen haben. Im wettbewerblichen Verfahren erhalten diejenigen Bieter den Zuschlag, die mit der niedrigsten Förderung kalkulieren. Kurz: Wer wenig fordert, wird gefördert.

Die erste Runde der Pilotausschreibung ist am 15. April beendet worden. Die hohe Beteiligung daran belegt eine klare Akzeptanz des neuen Instruments. Die Gebote für die zweite Runde der Ausschreibung können bis zum 1. August 2015 und für die dritte Runde bis zum 1. Dezember 2015 bei der Bundesnetzagentur eingereicht werden. Gebote, die in der ersten Ausschreibungsrunde keinen Zuschlag erhalten haben, können in den nächsten Runden wieder mitbieten.

Die Pilotausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen zielt darauf ab, die Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien kostengünstig zu erreichen – und dabei die hohe Akzeptanz und Akteursvielfalt zu wahren. Zugleich soll der Zubau von Photovoltaik-Freiflächen kontinuierlich weitergeführt werden. Nicht zuletzt geht es darum, Erfahrungen für künftige Ausschreibungen bei anderen Erneuerbare-Energien-Sparten zu sammeln.

Über diese anderen Sparten hält die IRENA-Statistik ebenfalls interessantes Datenmaterial bereit – nach einzelnen Ländern aufgeschlüsselt. Es gibt Zahlen zu den Kapazitäten von Wind- und Wasserkraft und den installierten Leistungen, die auf der Nutzung von Biomasse, Geothermie und Meeresenergie basieren. Bei der Windenergie liegt Deutschland mit einer Kapazität von 39,6 GW auf Platz drei weltweit, hinter China und den USA. Bei der Stromerzeugung aus Biomasse belegt Deutschland mit einem globalen Anteil von 9 Prozent den vierten Platz.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

07/2015
Wie sieht intelligente Energieversorgung künftig aus?

Mit dem Wettbewerb zum Förderprogramm "Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende" (SINTEG) ist ein Nerv getroffen worden. Darauf lässt die positive Resonanz schließen: Sieben große Konsortien haben unter Beteiligung von rund 200 Unternehmen aus ganz Deutschland Vorschläge eingereicht.

Der Auftrag ist klar definiert: In großflächigen Modellregionen sollen massentaugliche Musterlösungen für eine klimafreundliche, sichere und effiziente Energieversorgung entwickelt und demonstriert werden – bei hohen Anteilen fluktuierender Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie. Für das entsprechende Förderprogramm "Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende" (SINTEG) hat das BMWi einen Wettbewerb ausgeschrieben. Ziel ist, ein sicheres Zusammenwirken von Erzeugung, Verbrauch, Speicherung und Netz in einem intelligenten Energiesystem zu schaffen. Hintergrund sind die grundlegend geänderten Erzeugungsstrukturen durch den rasanten Anstieg von erneuerbaren Energien.

Intelligente Energiesysteme auf Basis neuer Informations- und Kommunikationstechnologien sollen zudem ermöglichen, dass Verbraucher künftig leichter selber am Energiemarkt teilnehmen können und etwa ihren selbst erzeugten Strom einspeisen oder ihren Stromverbrauch am Strompreis ausrichten. Ebenso geht es darum, die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen zu stärken, beispielsweise zur Überwachung des Netzzustandes oder zur Netzstabilisierung. Die großflächigen "Schaufensterregionen" sollen Wissen, Erfahrungen und Aktivitäten der unterschiedlichen Akteure systemübergreifend bündeln. Die massentauglichen Musterlösungen sind dazu gedacht, als "Blaupause" für eine breite Umsetzung und Anwendung zu dienen.

Das Förderprogramm SINTEG ist Teil des Maßnahmenpakets "Innovative Digitalisierung der Deutschen Wirtschaft" und damit ein wichtiger Baustein der Digitalen Agenda der Bundesregierung.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

06/2015
Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen sinkt wie in den drei vergangenen Quartalen um 0,25 Prozent

"Die Zubauzahlen der vergangenen zwölf Monate liegen mit etwa 1.581 Megawatt deutlich unterhalb des gesetzlich festgelegten Zubaukorridors von 2.400 bis 2.600 Megawatt", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur und ergänzt: "Dieser Wert ist nur noch knapp über der Schwelle bei der die Vergütung nicht mehr abgesenkt würde."

Die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik-Anlagen wird nach dem Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien monatlich angepasst. Hierbei ist bei einem Zubau innerhalb des Zubaukorridors eine Absenkung der Vergütungssätze um jeweils ein halbes Prozent vorgesehen. Die Absenkung verstärkt sich, wenn der Korridor überschritten wird. Eine Unterschreitung des Zubaukorridors führt dagegen dazu, dass die Vergütung weniger stark sinkt, gleich bleibt oder sogar ansteigt.

Die Bundesnetzagentur ermittelt die jeweiligen Einspeisevergütungen für Photovoltaik-Anlagen. Grundlage für die Berechnung der Degression bilden die Zubauzahlen der vergangenen zwölf Monate. Im Rahmen der aktuellen Absenkung der Vergütungssätze sind dies die Zahlen der Monate Juni 2014 bis Mai 2015. In diesen Zubauzahlen sind alle Meldungen in diesem Zeitraum, auch Nachmeldungen, enthalten. Die hohe Anzahl der Nachmeldungen seit Herbst 2014 ist hauptsächlich auf eine neue Pflicht der Netzbetreiber zurückzuführen. Es handelt sich dabei um einen einmaligen Effekt. In der seit 01. August 2014 gültigen Anlagenregisterverordnung werden die Netzbetreiber verpflichtet, im Rahmen ihrer Jahresendabrechnung die Anlagenbetreiber über ihre Meldepflicht bei der Bundesnetzagentur im PV-Meldeportal zu informieren. Durch die Informationspflicht wird in Zukunft sichergestellt, dass die Anlagen auch zeitnah gemeldet werden.

Neben dem Meldeportal, das der Erfassung der Photovoltaik-Anlagen dient, führt die Bundesnetzagentur seit dem 1. August 2014 ein Anlagenregister, um den Zubau der anderen erneuerbaren Energien zu erfassen. In diesem Register sind seit März 2015 auch Photovoltaik-Freiflächenanlagen zu melden. Für den Zeitraum August 2014 bis Mai 2015 betrug der Zubau der Windenergie an Land 3.283 Megawatt netto. Es wurden 3.534 Megawatt neu installierter Windenergieleistung an Land in Betrieb genommen und 252 Megawatt endgültig stillgelegt. Im gleichen Zeitraum wurden Biomasseanlagen mit einer Leistung von insgesamt 68 Megawatt neu in Betrieb genommen. Für die Flexibilitätsprämie von Biomasse-Bestandsanlagen ist ein "Deckel" mit einer Obergrenze von insgesamt 1.350 Megawatt zusätzlich installierter Leistung vorgesehen. Bis Ende Mai 2015 betrug der hierauf anrechenbare Zubau rund 43 Megawatt.

Quelle: Bundesnetzagentur

06/2015
Gut fürs Klima: Erneuerbare Energien weltweit im Aufwind

Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik und Biomasse – überall auf der Welt wird in erneuerbare Energien investiert. Aktuelle Zahlen belegen: Die global installierte Kapazität an nachhaltiger Stromerzeugung ist 2014 deutlich angestiegen. Um die weltweiten Klimaziele zu erreichen, sind jedoch auch in den nächsten Jahren große Anstrengungen nötig.

Die erneuerbaren Energien sind der Schlüssel, um den weltweiten CO2-Ausstoß in den Griff zu bekommen. In Deutschland wird die Energieversorgung von Jahr zu Jahr "grüner". Doch nicht nur hierzulande, sondern auch in vielen anderen Staaten setzt sich die Einsicht durch, dass eine klimaneutrale Zukunft für unseren Planeten auch durch den massenhaften Ausbau der erneuerbaren Energien Wirklichkeit werden kann. Schließlich ist der Klimaschutz kein nationales Problem, sondern eine globale Aufgabe.

"Global Status Report": Erneuerbare legen deutlich zu

Knapp 28 Prozent der weltweit installierten Stromerzeugungskapazität sind mittlerweile erneuerbare Energiequellen. Sie decken damit fast ein Viertel (22,8 Prozent) der globalen Stromnachfrage. Diese Zahlen gehen aus der zehnten Ausgabe des "Global Status Report" hervor, den das Erneuerbaren-Netzwerk "Renewable Energy Policy Network for the 21st Century" (REN21) kürzlich beim Wiener Energieforum präsentiert hat. Dieser jährlich erscheinende Bericht stellt den weltweiten Stand der installierten Anlagen Energien dar, insbesondere die nationalen Ausbauziele, den jährlichen Zubau sowie die jährlichen Investitionen in erneuerbare Energien.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick: Die installierte Leistung an Erneuerbaren hat sich im letzten Jahr weltweit um rund 8,5 Prozent auf insgesamt 1.712 Gigawatt (GW) erhöht. Das heißt: Knapp 60 Prozent der im Jahr 2014 weltweit netto neu installierten Stromerzeugungskapazität beruht auf regenerativen Quellen. Die größten absoluten Zuwächse im Strombereich gab es bei der Windkraft, die um rekordhafte 51 GW auf insgesamt 370 GW anwuchs (siehe auch "direkt erfasst"), gefolgt von der Wasserkraft und Photovoltaik mit einer Zunahme der Leistung um 45 GW auf 1.055 GW beziehungsweise 39 GW auf 177 GW.

Die Investitionen in erneuerbare Energiequellen haben sich in 2014 gegenüber dem Vorjahr erhöht und übertrafen das fünfte Jahr in Folge die Nettoinvestitionen in fossile Kraftwerke (z. B. Kohle- und Gaskraftwerke). Sie beliefen sich im letzten Jahr auf rund 270 Milliarden US-Dollar, bei Berücksichtigung der getätigten Investitionen in große Wasserkraftwerke mit einer Leistung von über 50 Megawatt sogar auf 301 Milliarden US-Dollar. Bemerkenswert: Die Entwicklungsländer investierten mit 131,3 Milliarden US-Dollar fast genauso viel in erneuerbare Energie-Projekte zur Strom- oder Kraftstoffgewinnung wie die Industrieländer mit 138,9 Milliarden US-Dollar. Dies spiegelt die stark gefallenen Technologiekosten der erneuerbaren Energien und ihre damit steigenden Marktanteile in Entwicklungsländern wider.

Mittlerweile haben sich mindestens 164 Staaten Ausbauziele für erneuerbare Energien gesetzt und 145 Staaten Förderinstrumente zum Ausbau der Erneuerbaren eingeführt. Der starke weltweite Ausbau der erneuerbaren Energien in Verbindung mit vermehrten Anstrengungen bei der effizienten Nutzung von Energie hat nach Einschätzung von REN 21 nicht unerheblich dazu beigetragen, dass es im letzten Jahr erstmals seit vier Jahrzehnten gelungen ist, das Wirtschaftswachstum vom Anstieg der CO2-Emissionen zu entkoppeln: Während die Weltwirtschaft im Jahr 2014 um rund 3 Prozent wuchs und sich der globale Endenergieverbrauch um 1,5 Prozent erhöhte, stagnierte der globale Ausstoß von CO2.

Sonderbericht "Energie und Klima": Weitere Anstrengungen notwendig

Diese globale Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und klimaschädlichen Emissionen wurde auch bei der Vorstellung des Sonderberichts "Energie und Klima" der Internationalen Energieagentur (IEA) am 19. Juni im Bundeswirtschaftsministerium als ermutigendes Signal hervorgehoben. Ein halbes Jahr vor dem mit Spannung erwarteten Pariser Klimagipfel zieht der Bericht ein erstes Fazit der bisherigen nationalen Klimaverpflichtungen. Zudem schlägt er eine Strategie für Anpassungen im globalen Energiesektor vor, mit denen das international verabredete Zwei-Grad-Ziel noch erreicht werden kann - also das Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau.

Der kommende Klimagipfel müsse Impulse liefern, die über die bisherigen Klimaschutz-Zusagen der beteiligten Staaten hinausgehen, so der Chefökonom der IEA Dr. Fatih Birol. Denn für das Zwei-Grad-Ziel ist laut Bericht das Ambitionsniveau der bisherigen Zusagen nicht ausreichend. Selbst wenn sie vollständig umgesetzt würden, würde dies nach den Berechnungen von Fatih Birol und seinem Team die Erderwärmung langfristig allenfalls auf 3,5 ° Celsius begrenzen.

Die Schlussfolgerung lautet jedoch nicht , dass das Zwei-Grad-Ziel vor diesem Hintergrund etwa unrealistisch oder gar unmöglich wäre. Der Bericht macht vielmehr konkrete Vorschläge, wie die internationale Staatengemeinschaft auf den beschlossenen Zielkorridor zurückkehren kann – und zwar ohne dass dies für einzelne Länder mit negativen wirtschaftlichen Effekten oder verschlechterten Entwicklungsperspektiven einherginge.

Birol skizzierte fünf wesentliche Maßnahmen, um den Wendepunkt bei den CO2-Emissionen bis 2020 möglich zu machen:

  • steigende Energieeffizienz in der Industrie, bei Gebäuden und im Verkehr
  • Erhöhung der weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien, von 270 Milliarden Dollar im Jahr 2014 auf 400 Milliarden Dollar im Jahr 2030
  • Rückführung der Stromproduktion ineffizienter Kohlekraftwerke und Stopp des Baus neuer Kohlekraftwerke
  • schrittweise Abschaffung von Subventionen für fossile Energieträger bis 2030
  • Reduktion der Methan-Emissionen bei der Öl- und Gasproduktion

Klar ist: Um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und der besonderen Rolle des Energiesektors gerecht zu werden, ist eine gemeinsame Vision zur langfristigen Dekarbonisierung des globalen Energiesystems unumgänglich. Diese Vision ist längst nicht nur im Energiewende-Land Deutschland, sondern auf höchster internationaler politischer Ebene angekommen – wie vor wenigen Tagen der G7-Gipfel in Elmau gezeigt hat.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

06/2015
Mit Energieeffizienz zum Erfolg

Von der Arztpraxis bis zur Fabrikhalle: Büro-, Gewerbe- und Industriegebäude verbrauchen viel Energie. Hier schlummern große Einsparpotenziale für Unternehmer und Gewerbetreibende. Wer energieeffizient baut oder saniert, profitiert von sinkenden Energiekosten. Und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz.

Was sich für Wohngebäude seit Jahren bewährt, gibt es nun auch für Gewerbegebäude: Am 1. Juli 2015 startet das neue KfW-Energieeffizienzprogramm "Energieeffizient Bauen und Sanieren", das vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) aus den Mitteln des CO2-Gebäudesanierungsprogramms finanziert wird. Es richtet sich an Unternehmen und Freiberufler, die bei ihren Gebäuden die Energiewende einläuten wollen. Gefördert wird sowohl der energieeffiziente Neubau als auch die energetische Sanierung bestehender Gebäude. Ob modernes Heizsystem, stromsparende Beleuchtung oder Fassadendämmung: Die Investitionen in eine energieeffizientere Zukunft müssen nicht allein geschultert werden, der Staat leistet finanzielle Unterstützung.

Wer eine energetische Sanierung oder einen energieeffizienten Neubau eines Gewerbegebäudes in Angriff nimmt, kann dies mit einem besonders zinsgünstigen KfW-Kredit finanzieren. Je nach energetischem Ergebnis der Baumaßnahmen muss ein Teil des Kredits nicht zurückgezahlt werden. Bei Sanierungen kann dieser Tilgungszuschuss bis zu 17,5 Prozent betragen, beim Neubau bis zu 5 Prozent. Ganz wichtig: Wer von der Förderung aus dem neuen Energieeffizienzprogramm "Energieeffizient Bauen und Sanieren" profitieren will, muss den Förderantrag vor Beginn der Sanierung bzw. des Baus stellen.

Zusätzliche Förderung durch Marktanreizprogramm

Bei der Wärme- und Kälteerzeugung lohnt es sich, auf erneuerbare Energien umzustellen. Mit dem Marktanreizprogramm (MAP) fördert das Bundeswirtschaftsministerium diesen Schritt: Ob Solarthermieanlage, Biomasseanlage oder Wärmepumpe für einen Bürokomplex oder Prozesswärme aus Erneuerbaren für ein Hotel oder eine Produktionshalle – bei der Umstellung auf Anlagen mit erneuerbaren Energien lassen sich attraktive Fördergelder sichern. Und ein gutes Gewissen gibt es noch dazu. Dabei beruht die MAP-Förderung auf zwei Säulen:

  • Für Anlagen über 100 Kilowatt (kW) Nennleistung gilt: Wer jetzt umrüstet, kann von einem zinsverbilligten Darlehen und einem attraktiven Tilgungzuschuss aus dem KfW-Programm "Erneuerbare Energien – Premium" profitieren; kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten dabei seit 1. April sogar einen Sonderbonus. Bei Solarkollektoranlagen beträgt der Tilgungszuschuss mindestens 30 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten, bei Wärmepumpen und Biomasseanlagen bis zu 50.000 Euro je Einzelanlage.
  • Wer eine kleinere Anlage bis 100 kW Nennleistung installiert, kann hierfür – ebenfalls aus dem Marktanreizprogramm – einen Zuschuss vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Für Solarthermieanlagen beträgt der Zuschuss mindestens 2.000 Euro, für den Einbau einer Wärmepumpe erhalten Sie mindestens 4.000 Euro.

Mit sachkundiger Beratung starten

Am Beginn jeder Maßnahme zur Steigerung der Energieeffizienz, insbesondere bei Sanierungs- und Neubauvorhaben, sollte eine kompetente Energieberatung stehen. Sie hilft, Energieeffizienzlücken eines Gebäudes aufzudecken. Die Beratung wird gerade dann empfohlen, wenn eine KfW-Förderung beantragt werden soll. Denn hier muss ein Sachverständiger bei Antragsstellung und nach Abschluss des Baus oder der Sanierung bestätigen, dass die energetischen Förderanforderungen eingehalten wurden. Qualifizierte Sachverständige sind zum Beispiel in der Energieeffizienz-Expertenliste zu finden.

Kleine und mittlere Unternehmen können von der geförderten "Energieberatung Mittelstand" profitieren: Dabei übernimmt das BMWi 80 Prozent der Beratungskosten; die maximale Förderhöhe beträgt 8.000 Euro. Die Antragstellung erfolgt über das BAFA.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

06/2015
Zeitenwende bei der Strom-Versorgungssicherheit

Vereinbarung der zwölf "elektrischen Nachbarn": ein großer Schritt, um Versorgungssicherheit europäisch zu denken.

Die deutsche Energiewende ist kein nationales Projekt im stillen Kämmerlein. Im Gegenteil. In Zukunft wird Deutschland bei der Stromversorgung noch enger mit seinen Nachbarn zusammenarbeiten. So trägt der Stromaustausch über Ländergrenzen hinweg dazu bei, die sichere und kosteneffiziente Versorgung bei Spitzen im Verbrauch und Flauten bei der Einspeisung zu gewährleisten – zum Beispiel, weil der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint.

Auf einem gemeinsamen Markt helfen sich die Nachbarstaaten gegenseitig aus. Statt die Nachfrage vollständig aus eigenen Kraftwerken zu decken, kann bei Engpässen auch Strom aus dem Ausland genutzt werden. Oder umgekehrt: Ein Überschuss bei der Stromerzeugung im Inland kann von den Nachbarn abgenommen werden. Das ist ein großer Vorteil. Denn wie die Erfahrung zeigt, tritt die höchste Nachfrage nach Strom in den Ländern nicht gleichzeitig auf – und auch der Wind weht fast immer irgendwo in Europa. Es geht um ganz reale Synergien: Im regionalen Verbund brauchen wir weniger gesicherte Leistung und können erhebliche Kosten sparen.

Mit der Erklärung der "elektrischen Nachbarn" vom 8. Juni wird dieser Erkenntnis erstmals auf hoher politischer Ebene Rechnung getragen: Zwölf Nachbarstaaten in der Mitte Europas wollen künftig bei der Versorgungssicherheit zusammenarbeiten – sie haben zugesichert, dass sie sich aufeinander verlassen können, trotz ihrer teilweise unterschiedlichen Energiepolitiken. Die Vereinbarung trägt also dazu bei, die Vorteile des Energiebinnenmarktes zukünftig voll auszuschöpfen. "Heute haben zwölf Nachbarstaaten in der Mitte Europas eine Zeitenwende in der Energiepolitik beschlossen: Sie wollen Versorgungssicherheit künftig nicht mehr rein national, sondern europäisch denken", sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (hören und lesen Sie dazu auch das Interview mit dem Bundesminister).

"Elektrische Nachbarn": Versorgungssicherheit länderübergreifend garantieren

Die Unterzeichnung des Abkommens der zwölf "elektrischen Nachbarn" – hier die gesamten geografischen Nachbarn sowie Norwegen und Schweden – erfolgte am Rande des EU-Energieministerrats in Luxemburg am 8. Juni. Es legt konkrete Schritte der Zusammenarbeit für eine sichere, kostengünstige und nachhaltige Energieversorgung fest. So definiert die Kooperationsvereinbarung gemeinsame Grundsätze beim Umbau der Energieversorgung: die sogenannten "no-regret"-Maßnahmen. Auf diese haben sich die Unterzeichner geeinigt – bildlich gesprochen hält die Erklärung also fest, welche Schritte man gemeinsam gehen möchte, auch wenn am Ende bei der Ausgestaltung der nationalen Strommärkte unterschiedliche "Abzweigungen" genommen werden.

Die gemeinsame Erklärung umfasst insbesondere folgende Kernaussagen:

  • Die Nachbarstaaten wollen die Vorteile des europäischen Energiebinnenmarkts zur Gewährleistung von Versorgungssicherheit voll ausschöpfen.
  • Die Nachbarstaaten werden die Netze weiter ausbauen, ihre Strommärkte enger verknüpfen und den Stromhandel auch in Zeiten von Knappheit nicht begrenzen.
  • Die Nachbarstaaten werden künftig die Versorgungssicherheit verstärkt im europäischen Verbund betrachten und hierfür ein gemeinsames Verständnis und eine gemeinsame Berechnungsmethodik entwickeln.
  • Die Nachbarstaaten vereinbaren, verstärkt auf die Flexibilisierung von Angebot und Nachfrage zu setzen und dafür Marktsignale und Preisspitzen zu nutzen. Sie kommen darin überein, keine gesetzlichen Preisobergrenzen einzuführen und Flexibilitäts-Barrieren abzubauen.

Der Flexibilität kommt im künftigen Versorgungssystem eine zentrale Rolle zu: Ging es in der Vergangenheit in Deutschland und Europa vor allem darum, die Erneuerbaren fit für den Markt zu machen, laute die Aufgabe nun, den Markt fit für die Erneuerbaren zu machen, sagte Gabriel. Ein flexibler Verbrauch (etwa durch zeitliche verschiebbare Lasten) und ein flexibles Angebot (zum Beispiel durch leistungsfähige Netze, die den Strom dorthin transportieren, wo er gebraucht wird, oder durch moderne Kraftwerke, die schnell hochgefahren werden können) gelten als entscheidende Stellschrauben, wenn der Anteil der naturgemäß unsteten erneuerbaren Energien am Strommix weiter steigt.

Regionale Versorgungssicherheit = geringere Kosten

Die gemeinsame Erklärung der "elektrischen Nachbarn" ist das Resultat eines Dialogs, den der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Rainer Baake, im Juli 2014 ins Leben gerufen hatte, um unsere Entscheidung zum Strommarktdesign mit den europäischen Nachbarn abzustimmen. Das Ergebnis waren sehr substantielle und offene Gespräche über die Herausforderungen der Energiewende im regionalen Verbund. Nach nur vier Konferenzen standen unter dem Strich zwei Dinge: Vertrauen und eine konkrete politische Erklärung.

Das ist jedoch nicht das einzige Forum, in dem Deutschland mit seinen Nachbarländern zusammenarbeitet: Die Erklärung der "elektrischen Nachbarn" geht Hand in Hand mit der "Zweiten politischen Erklärung des Pentalateralen Forums", die ebenfalls am 8. Juni anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Forums unterzeichnet wurde. Neben Regierungsvertretern arbeiten im Pentalateralen Forum auch die Übertragungsnetzbetreiber, Aufsichtsbehörden und weitere Marktakteure aus den Benelux-Staaten, Frankreich, Deutschland, Österreich sowie der Schweiz an der Integration ihrer Strommärkte.

Im März 2015 wurde erstmals ein regionaler Versorgungssicherheitsbericht vorgelegt, der zeigte, dass Versorgungssicherheit im regionalen Verbund deutlich effizienter erreicht werden kann. Ende Mai haben die Nachbarstaaten des Pentalateralen Forums zudem – als erste Region in Europa – die sogenannte lastflussbasierte Marktkopplung ("Flow-based Market Coupling") eingeführt, mit der sich die grenzüberschreitenden Transportkapazitäten im Stromnetz genau ermitteln lassen. Das maximiert den Stromhandel über Ländergrenzen hinweg, verbessert dadurch die Versorgungssicherheit und lässt die Strompreise sinken, da Engpässe besser ausgeglichen werden können.

Gemeinsame Erklärungen unterstützen Entscheidung für Strommarkt 2.0

Bundesminister Gabriel unterstrich die Bedeutung der Erklärungen für die Strommarktentscheidung in Deutschland und Europa: "Die gemeinsam unterzeichneten Erklärungen unterstützen unsere anstehende Entscheidung für den Strommarkt 2.0. Ich hoffe, dass sie auch in Brüssel gehört werden. Die aktive Unterstützung der Kommission bei diesen Erklärungen stimmt mich zuversichtlich", sagte er. Mit dem sogenannten Weißbuch für den Strommarkt 2.0 wird das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) demnächst konkrete Lösungsvorschläge vorlegen, wie die zunehmend erneuerbare Stromversorgung in Deutschland in Zukunft sicher und kosteneffizient gewährleistet werden kann. Sie beruhen auf einem umfassenden Dialog mit allen Beteiligten, dessen Diskussionsstand das Grünbuch "Ein Strommarkt für die Energiewende" im Herbst 2014 zusammengefasst hat und das im Anschluss öffentlich beraten wurde. Länder, Verbände, Unternehmen und Behörden haben dazu rund 700 Stellungnahmen eingereicht.

Quelle
06/2015
Energetisch sanieren und profitieren

Warum sich die Energiewende in den eigenen vier Wänden lohnt: Wer sein Haus energetisch saniert, schont dank staatlicher Förderung nicht nur den eigenen Geldbeutel. Sondern auch das Klima.

Sommer, Sonne, blauer Himmel: Bei diesen Begriffen denkt man zu allererst an Meer, Strand und vielleicht auch an eine riesige Portion Eis. Endlich ist es warm, wer will sich da mit frostigen Ausblicken auf den nächsten Winter beschäftigen – mit Gedanken an Schnee und Minustemperaturen? Und doch ist es gerade jetzt klug, eine energetische Sanierung des Eigenheims in Angriff zu nehmen. Denn so kann man nicht nur für mehr Behaglichkeit in der kalten Jahreszeit sorgen, sondern auch viel Geld sparen: Wer in seinem Haus den Energiebedarf für Heizung und Warmwasser reduziert, der kann von mehreren staatlichen Förderprogrammen profitieren.

Häuser als Energiefresser

Das gilt vor allem für die Besitzer älterer unsanierter Häuser: Der kürzlich erschienene dena-Gebäudereport 2015 (Link) zeigt: 63 Prozent der Wohngebäude in Deutschland wurden vor 1979 und damit vor Inkrafttreten der 1. Wärmeschutzverordnung gebaut. Diese Gebäude verbrauchen rund 70 Prozent der Energie aller Wohngebäude. Bei nur 20 Prozent von ihnen ist die Kellerdecke oder der Boden, bei nur 35 Prozent sind die Außenwände gedämmt.

Eine zweite große Baustelle sind veraltete Heizungsanlangen: Mehr als zwei Drittel von ihnen arbeiten ineffizient, rund zehn Millionen Kessel in deutschen Wohnhäusern sind älter als 15 Jahre. Kein Wunder, dass hierzulande knapp 40 Prozent der Energie für das Heizen und die Warmwasserbereitung verbraucht werden.

Dabei kann man den Energiebedarf eines Hauses durch gezielte aufeinander abgestimmte Schritte deutlich senken. Dazu gehört eine gut gedämmte und dichte Gebäudehülle, die die Wärme dort hält, wo sie hingehört: im Winter drinnen, im Sommer draußen. Genauso wichtig ist eine moderne, effiziente und gut eingestellte Heizung. Im Idealfall wird sie mit erneuerbaren Energien betrieben. Wer auf diese Weise die Energiewende in den eigenen vier Wänden voranbringt, der kann sich über finanzielle Unterstützung vom Staat freuen.

Schritt für Schritt zum energieeffizienten Wohnen

Am Beginn jeder energetischen Sanierung sollte eine qualifizierte Beratungstehen. Für erste Tipps sind die Verbraucherzentralen die richtige Anlaufstelle. Ihr Angebot reicht von telefonischer Beratung bis hin zu einer Ersteinschätzung direkt zu Hause. Wenn ein Haus ausführlich unter die Lupe genommen werden soll, empfiehlt sich eine "Vor-Ort-Beratung": Hier untersucht ein Energieberater den Zustand des Hauses, zeigt energetische Schwachstellen auf und entwirft zusammen mit den Eigentümern ein passgenaues Sanierungskonzept. Für eine solche Beratung kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein Zuschuss bis zu 800 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser oder bis zu 1.100 Euro für Gebäude ab drei Wohneinheiten beantragt werden.

Um am Ende auch die gewünschte Einsparung zu erzielen, ist ein Energieeffizienz-Experte wichtig: Unabhängige und qualifizierte Energieberater in der Nähe sind in der sogenannten Energieeffizienz-Expertenliste zu finden.

Wer seine Pläne von energieeffizientem Wohnen in die Tat umsetzt, der kann das KfW-Programm "Energieeffizientes Bauen" in Anspruch nehmen. Dabei gilt als Prinzip: Je energiesparender das Gebäude wird, desto höher ist die Förderung. Grundsätzlich kann zwischen zwei Fördervarianten gewählt werden: einem zinsverbilligten Kredit, bei dem – je nach energetischem Ergebnis – ein Teil des Kredits nicht zurückgezahlt werden muss ("Tilgungszuschuss"). Oder einem Investitionszuschuss, bei dem die KfW bis zu 25 Prozent der Investitionskosten übernimmt. Gefördert werden nicht nur komplette Sanierungen, sondern auch einzelne Maßnahmen, etwa der Einbau neuer Fenster oder einer modernen Heizung. Auch die energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen Sachverständigen wird mit bis zu 4.000 Euro bezuschusst.

Wer bei der Erneuerung seiner Heizung auf erneuerbare Energien setzt, dem kommt das Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zu Gute. Klimaschonend umrüsten und bares Geld kassieren: Der Einbau von Solarthermieanlagen, Biomasseheizungen oder Wärmepumpen wird besonders gefördert. Mehr als 300 Millionen Euro jährlich stehen für den Ausbau erneuerbarer Energien im Wärmemarkt zur Verfügung. Dass sich der Umstieg auf erneuerbare Energien lohnt, zeigt auch das gestiegene Interesse: Nachdem das Marktanreizprogramm in seiner überarbeiteten und verbesserten Fassung am 1. April dieses Jahres in Kraft trat, sind die Antragszahlen im April und Mai nach Informationen des dafür zuständigen BAFA sprunghaft angestiegen. Nach knapp unter 3.000 Anträge im März waren es im April bereits mehr als 4.000, im Mai sogar fast 5.000. Bei Wärmepumpen und Biomasseheizungen war der Zuwachs besonders deutlich.

Überzeugte Sanierer geben gute Erfahrungen weiter

Gerade unter Hausbesitzern zählt besonders eine vertrauensvolle Empfehlung von Freunden oder Bekannten, die gute Erfahrungen gemacht haben. "Tue Gutes und rede darüber" – diese bekannte Formel ließe sich mit Blick auf energetische Sanierungen leicht abwandeln in "Tue Sinnvolles und rate es anderen". Das bestätigen auch eindrückliche Zahlen aus einer aktuellen Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena): 94 Prozent der Befragten würden die energieeffizienten Maßnahmen, die sie an ihren Häusern umgesetzt haben, weiterempfehlen (siehe dazu auch "direkt erfasst").

Zudem ist eine energetische Sanierung nicht zuletzt ein wichtiger Beitrag zur Wertsteigerung einer Immobilie: Je energieeffizienter ein Haus ist, umso besser lässt es sich langfristig verkaufen oder vermieten. Wenn Hausbesitzer also ihre persönliche Zufriedenheit mit der energieeffizienten Sanierung weitertragen, liefern sie wichtige Argumente und stecken womöglich andere mit ihrer Begeisterung für eine zukunftsweisende Investition an, damit die Energiewende im Gebäudebereich gelingt.

Besonders gute Beispiele dafür liefert der KfW-Award Bauen und Wohnen, der am 11. Juni in Berlin zum 13. Mal vergeben wurde. Mit ihm werden Bauherren ausgezeichnet, die ihr Haus in den vergangenen fünf Jahren zukunftsweisend gebaut oder modernisiert haben. In den prämierten Objekten gehen Energieeffizienz und moderne Architektur, harmonische Einfügung in das lokale Umfeld und barrierefreier Wohnkomfort eine ausgezeichnete Balance ein. In diesem Jahr kamen die Gewinner aus Sachsen, Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Berlin.

Quelle

 

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